Pierluigi Crisci – Wie viele Leben passen eigentlich in ein Leben?

Shownotes

Vom Koch in die Finanzwelt, vom humanitären Einsatz in Osttimor zum Leben an der italienischen Adriaküste: Pierluigi Crisci hat schon einiges erlebt. Und trotzdem sagt er mit 53 Jahren, dass er immer noch dabei ist, herauszufinden, wer er eigentlich ist.

Pierluigi hat viele Jahre in Frankfurt in der Finanzbranche gearbeitet, als Schauspieler und Stand-up-Comedian auf der Bühne gestanden und sich als junger Kriegsdienstverweigerer in Osttimor für Kinder engagiert. Als erster italienischer Kriegsdienstverweigerer erhielt er damals eine Sondergenehmigung, allein auf eine humanitäre Mission in das Krisengebiet zu reisen.

Heute lebt er mit seiner Familie in der Nähe von Ancona, nur wenige Minuten von der Adriaküste entfernt, und arbeitet unter anderem als Podcast-Produzent und Storyteller.

In dieser Folge der Freitagsspitzen sprechen wir darüber, wie man sich ein Leben aufbaut, das wirklich zu einem passt. Über Neugier, mutige Entscheidungen und berufliche Umwege. Über das Leben in Italien, Geld, Sicherheit und die Frage, warum eine erfolgreiche Karriere nicht automatisch ein erfülltes Leben bedeutet.

Es geht aber auch um Verantwortung und Zivilcourage: Warum Pierluigi heute mit Vorträgen seine Erfahrungen weitergibt und junge Menschen ermutigen möchte, eigene Entscheidungen zu treffen und sich für Frieden und Gemeinschaft einzusetzen.

Und schließlich um eine sehr persönliche Frage: Was möchte er seinem Sohn mit auf den Weg geben? Seine Antwort ist ebenso einfach wie berührend: nicht vorzugeben, wer er werden soll, sondern ihm die Freiheit zu geben, er selbst zu sein.

Ein Gespräch über die vielen Möglichkeiten eines Lebens, die Suche nach sich selbst und darüber, was am Ende wirklich zählt.

Website: https://krisci.org/en/
Redaktion & Postproduktion: https://alexanderbuehler.info/

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Freitagsspitzen, dem Podcast mit Stefan Schreier.

00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neun Ausgaben der Freitaxspitzen und ich habe ja schon viele Podcasts gemacht.

00:00:16: aber heute hab' ich mich wirklich auf meinen Gast und auch – ich weiß gar nicht ob man das Thema nennen kann – aber auf jeden Fall gefreut denn ich habe so einen Überbegriff mal gewählt wie baut man sich eigentlich ein Leben?

00:00:31: Das zu einem passt.

00:00:33: Und wer das ist und was er so macht, dazu kommen wir gleich erst mal.

00:00:38: Guten Morgen Pierluici!

00:00:43: Sehr gerne!

00:00:44: Wir hören schon am leichten Akzent Pierluicci kommt aus Italien.

00:00:51: Genau, richtige Italiener.

00:00:55: Wir machen das ganze remote und es sitzt... Ich habe den Ort schon wieder vergessen aber ich glaube irgendwo am schönen Meer?

00:01:02: Ja, ich lebe seit fünf Jahren in der Nähe von Ankona so in... Ich bin fünfzehn Minuten entfernt vom Meer sagen wir mal und ich bin eine kleine Dorf heißt Orsimo Und das sind wie eine, weißt du?

00:01:23: Eine Fairytale.

00:01:24: Weil ich kann da von meinem Garten hier vom Park aus immer gesehen sehen ganz mehr.

00:01:31: und auch die Sibylini, die Worte vergisst ist in den Bergen.

00:01:37: Wir haben ja gesagt oder ich habe den Überbegriff so ein bisschen gewählt Wie baut man sich eigentlich ein Leben dass zu einem passt?

00:01:47: Wir wollen mal so ein bisschen den Versuch starten oder ich dich vorzustellen, wer du bist.

00:01:53: Ich habe mir ganz viele Sachen aufgeschrieben.

00:01:56: Podcaster Schauspieler Berater Fotograf in Anführungszeichen irgendwas mit Storytelling Italiener.

00:02:04: aber auf jeden Fall ist die Antwort wahrscheinlich von allem ein bisschen und noch viel viel mehr.

00:02:13: wir beide kennen uns schon ein bisschen.

00:02:15: Wir haben mal beruflich miteinander zu tun gehabt und sind dann im Kontakt geblieben.

00:02:21: Aber

00:02:22: wenn man sich deine Vita so ein bisschen anschaut, fand ich das immer wahnsinnig spannend weil du so viele verschiedene Dinge gemacht hast und solche Menschen ziehen mich irgendwie so ein bischen an, weil ich die Wahnsinnig Spannend finde!

00:02:36: Und

00:02:37: ja...

00:02:37: Du hast einen Lebenslauf der auch nicht Ganz klassisch ist irgendwie Ausbildung, Beruf und Karriereleiter.

00:02:44: Du hast in Deutschland gewohnt, wo du uns jetzt in Italien, das du schon gesagt hast für ein NGO mal gearbeitet...

00:02:51: Was

00:02:52: würdest du sagen bist du wenn du so eine berufliche Beschreibung bräuchtest?

00:03:01: Gute Frage!

00:03:04: Also eigentlich hier in Italiens sagt man Nicht direkt, was du beruflich machst.

00:03:11: Aber die Frage würde so sein... Was machst du vor Leben?

00:03:17: Und manchmal ich antworte, ich lebe.

00:03:19: Deswegen!

00:03:21: Vor Leben ist Leben und berufliche... Ich weiss doch wie du schon weißt, ich habe zehn Jahre in Frankfurt gelebt Finanzgeschäft gearbeitet, große Firma von USA und ich habe vor dreizehn oder fast zwanzig Jahre in Finanz gearbeitet.

00:03:49: Und das war immer die erste Frage im Party, wenn du rausgehst, was du beruflich machst.

00:03:56: In Frankfurt ist so gemacht manchmal.

00:04:00: Ich habe immer gesagt, ich mache das aber ich bin nicht das.

00:04:06: Das erzählt nicht über mich.

00:04:09: Weil ich habe gleichzeitig als Schauspieler, wie du gesagt hast, gearbeitet und ich habe Stand-up Comedy in Italien gemacht.

00:04:20: aber wenn du meine Ausbildung eigentlich... das war der Hauptraum als ich in Gespräch war in Deutschland weil die Leute vor mir sind.

00:04:31: was soll ich machen mit dir?

00:04:33: Du bist Du bist Koch ausgebildet, Koch.

00:04:39: Und du arbeitest seit zwanzig Jahren in Finanz, Compliance-Office.

00:04:44: Was soll ich?

00:04:45: Wie kann ich... Das ist... Weil ich habe immer... Ich bin ein Typ das sehr einfach lernt.

00:04:54: Auslärt einfach von jedem Job.

00:05:00: Ja genau!

00:05:01: Ich habe gearbeitet als Koch vor sieben Jahren Und danach bin ich in Finanz angefangen, für Sicherung zuerst und dann Finanz.

00:05:12: Ich habe ein Start-up vor einem Projekt in East Timor gemacht.

00:05:21: Es gibt viele, aber wer ich bin, das ist eine gute Frage.

00:05:24: Ich bin immer im laufenden Work-in-Progress zu lernen wie ich bin.

00:05:31: Das ist mein Job!

00:05:35: Jetzt hast du gesagt, du hast wahnsinnig viele Sachen auch gemacht Koch, Finanzen.

00:05:39: Ich habe schon im Intro ein paar Sachen erwähnt.

00:05:43: Ist das alles automatisch, sage ich jetzt mal zu dir gekommen?

00:05:47: War da ein Plan dahinter oder ein bisschen eine provokative Frage?

00:05:52: jetzt ist ihr vielleicht bei manchen Sachen einfach langweilig geworden und du hast irgendwas Neues gebraucht.

00:06:00: Also wie kam der Wechselzustande von Finanzen, Versicherungen Frankfurt jetzt nach Italien ans Meer?

00:06:09: Ja gute Frage!

00:06:11: Ich meine wenn ich darüber denke, ich glaube war ein bisschen von mir, ich wollte das zu wechseln aber alles auch Wie sagt man?

00:06:25: Ins Leben passiert.

00:06:29: Weil ich war Koch, vor sieben Jahren.

00:06:32: Ich habe gerne als Koch gearbeitet und ich war in Marbella in Spanien im Klemmed gearbeitet.

00:06:40: Und ich habe eine Frau kennengelernt, eine deutsche Frau.

00:06:44: Danach ist diese Frau zurück nach Deutschland und ich habe gesagt, wenn ich immer in Klemmed arbeite Jeden Tag Arbeit, ich kann nicht mehr diese Beziehung fordern.

00:06:58: Wie kann ich mal?

00:06:59: Ich muss dann ein Job wechseln.

00:07:01: Das ist mein Job von Koch in Versicherung zu einem normalen Job von Montag bis Freitag.

00:07:09: So ist passiert und danach ist immer so eine wie laut zu sagt die erste erste Reise fängt von deinem ersten Schritt an.

00:07:24: So, ich habe immer so gemacht.

00:07:26: Manchmal war... wie sagt man?

00:07:31: Jetzt finde ich den richtigen Wort.

00:07:37: Ich wusste aber manchmal war unbewusst gemacht.

00:07:44: Jetzt muss das sagen, ich versuche mal ein bisschen von dem Floh zu gehen, aber ein bisschen mehr mich zu hören.

00:07:56: Wer ich bin?

00:07:58: Ich habe so viele Sachen gemacht ins Leben, aber manchmal habe ich gemerkt, das war nur eine Herausforderung für mich und ich wollte das machen.

00:08:14: Und danach Als ich gemacht war, habe ich gesagt okay jetzt hab' ich's gemacht.

00:08:19: Ich will noch eine Sache machen.

00:08:21: Aber jetzt bin ich nicht mehr so... weil das war eine Reaktion!

00:08:25: Ich will nicht mehr auf den Leben reagieren und ich will im Leben ein ganz inflor sein.

00:08:33: Und hast du?

00:08:35: Hast du bei all deinen Sachen, die du bisher gemacht hast... ... war quasi wenn ich es jetzt so richtig verstanden habe zusammenfassend sage so die Neugierde.

00:08:46: Ein großer Treiber.

00:08:48: oder hast du auch Sachen gemacht ganz profan weil's gutes Geld gab?

00:08:54: Nein!

00:08:54: Ich habe das fast nie gemacht.

00:08:58: Es war immer neugierig.

00:09:01: zum Beispiel meine Wechselung von innen In Finanz, ich habe angefangen in Finanz als ich fast achtundzwanzig Jahre alt war.

00:09:12: Aber vorher, ich war in dieser NGO als Winddienst und ich wollte das machen.

00:09:17: Ich wollte in Projekte auf die Welt machen wo die Leute brauchen Hilfe.

00:09:27: Und das ist kein Job mit Geld!

00:09:29: Das ist nur ein Job mit Herausforderung ohne Geld.

00:09:33: Aber ich habe das ganz gefunden.

00:09:36: Und dann kommt eine Freundin von mir und sagt mir, ich brauche jemanden in dieser Bank, dass ich sehr ... mit jemandem schon gearbeitet habe.

00:09:46: Das ist sehr selbstgewusst und ich habe auf dich gedacht.

00:09:50: Ich habe gesagt, nein, ich bin nicht in den Banken gearbeitet.

00:09:52: Das gehört mir nicht!

00:09:54: Am Ende habe ich das akzeptieren, weil ich nicht geschafft habe, den NGO zu arbeiten.

00:10:00: deswegen Aber das war nicht für Geld eigentlich.

00:10:05: Weil bei mir die Grenze Treibe ist Passion auf Deutsch, dass ich jetzt komme und deswegen wenn ich keine Enthusiasm habe dann verliere ich die Interesse und die Neulichkeit und deswegen wechseln.

00:10:30: Wir folgen, ist der falsche Ausdruck.

00:10:33: Aber da wir natürlich unsere gegenseitigen Kontaktdaten haben, sehen wir immer einander was der jeweils andere so treibt.

00:10:40: im Status vorzugsweise bei WhatsApp und im Vorgespräch haben wir schon so ein bisschen gefachsimpelt weil wann immer ich gefühlt ein bisschen überspitzt formuliert deinen Status sehe besteht er aus Bildern das wunderschönen Strandes und des Meeres.

00:10:57: Und immer mit wahnsinnig gutem Essen, so sieht es jedenfalls auf den Fotos aus, sodass mein Eindruck war Pierre Luigi hat alles richtig gemacht, aus dem ein bisschen kokettieren jetzt und überspitzt formuliert Tristen Frankfurt ans Meer runter.

00:11:13: Nimm uns doch mal mit vielleicht wie schaut wir zeichnen jetzt an einem Dienstagmorgen dieses Gespräch auf?

00:11:19: Wie ist so ein typischer Diensttag bei dir in Italien und unterscheidet er sich denn überhaupt von einem Dienstag morgen aus deinem alten Leben in Frankfurt?

00:11:33: Ja,

00:11:34: es gibt eine große Unterschiede zwischen meinem Dienstag hier in Italie und mein Dienstag in Frankfurt.

00:11:44: Der erste Eindruck ist, dass hier Sonny sehr warm ist Und ich habe keine richtige Dienstag jetzt.

00:11:56: Ich meine, ganz alles sich verändern.

00:11:58: jede Woche ist etwas anderes weil ich keinen Job von Montag bis Freitag habe.

00:12:05: Ich bin selbst beruflich selbst Freelancer Arbeiter als Podcast Producer Storyteller und ich habe auch... ich schreibe jetzt meinen own Show über eine meine Erfahrung.

00:12:26: Ich erinnere mich, als ich in Frankfurt war.

00:12:28: Jede Dienstag sollte zu meiner Office gehen und dann die Mittagspause und danach wieder arbeiten.

00:12:39: Und ich habe immer meine Ohren geschaut.

00:12:42: Ich konnte nicht mehr.

00:12:43: Schon um zwei Uhr war es schon kaputt.

00:12:46: Ich mache, was ich immer nachdenken muss über Projekte.

00:12:57: Das ist ein bisschen stressig, weil du keine richtige Job hast.

00:13:04: Du weißt jeden Monat deine Kasse und deine Flüssigkeit zu trinken.

00:13:15: Du brauchst immer so eine Sauce zu finden!

00:13:20: Und das ist ein bisschen stressig.

00:13:23: Wenn ich nichts zu tun habe, ich gehe im Fitnessstudio und kann am Meer gehen.

00:13:29: Jetzt kann ich einfach so in fünfzehn Minuten nicht mehr, wenn es schon einen Tag wie heute war bis zum Zwanzig Grad.

00:13:40: Wieso nicht?

00:13:40: Ich kann hingehen um ein paar Stunden schwimmen, wenn's geht bis Oktober aber es gibt Immer so.

00:13:51: Jede Seite ist da, weißt du?

00:13:53: Du musst finden immer was herausfordern.

00:13:56: Und würdest du sagen... Sorry für die Unterbrechung!

00:14:01: Würdest du es sagen, wenn wir mal mit Begrifflichkeiten sprechen?

00:14:07: Wir, das ist jetzt auch ein bisschen überspitzt, wir Deutschen stellen uns ja häufig vor bei den Italienern ist alles besser und die gebratenen Hühnchen fliegen quasi in den Mund.

00:14:19: Das hast du jetzt ja auch gesagt, dass auch dort die wirtschaftliche Notwendigkeit da ist.

00:14:24: Aber würdest Du sagen?

00:14:26: Ist das sowas vielleicht ein bisschen überspitzt der Begriff etwas typisch Italienisches was Du bestätigen würdest oder auch nicht Dass das Leben leichter genommen wird?

00:14:39: oder vielleicht jetzt bei Dir nur

00:14:41: also für mich Aber ich bin Italiener.

00:14:45: Das geht um... wie ist man so gewohnt?

00:14:48: Ich meine, für mich ist es leichter.

00:14:52: Es ist leichter weil ich kann rausangehen, ich kann hier in ein Shop gehen und weißt du witz machen und lachen und dann kann ich auch manchmal Tages ohne Geld zu leben.

00:15:07: Du musst nicht dein Geld spenden Weißt du, um Spass zu haben oder Leute zu treffen, das ich finde gut.

00:15:16: Als ich Frankfurt war nach die Pandemie waren ein bisschen anstrengend gewesen, Frankfurt und auch die Beziehung mit den Leuten waren ein bißchen anstrenden für mich.

00:15:29: Das ist immer so für mich und ich habe mir gedacht, ich will nicht hier weiterzugehen groß werden.

00:15:44: Deswegen habe ich mir gedacht, mit meiner Frau gehen wir mal in Italien und suchen einmal einen Dorf.

00:15:51: wo können wir ein bisschen leichter einfacher leben?

00:15:56: aber das hat auch Herausforderung weil hier vermisse ich vielleicht diese internationale Vision von Menschen.

00:16:05: Hier ist ein kleinen Dorf wie einer in der Mittelalter weißt du.

00:16:11: Aber es ist einfach, die Leute sind einfach.

00:16:17: Wir reden fast nie über Geld hier in Deutschland und in Frankfurt.

00:16:22: Die erste Konversation war immer Geld Obwohl die Leute das ich getroffen habe hatten so viel Geld Richtig viel Geld.

00:16:32: Ich hab nicht verstanden wieso sie sollen über Geld sprechen wenn die Geld haben.

00:16:38: Hier die Leute vielleicht haben kein Geld und die sprechen nicht darüber.

00:16:43: Und was sie haben, die verteilen auch gerne Zeit und auch Geld.

00:16:51: Manchmal du kannst draußen gehen und manchmal findest du jemand das dir die Pizza, weißt du, vor dich bezahlen?

00:16:58: Weißt du zusammen noch?

00:16:59: Weil du zusammen bist.

00:17:01: Um den nächsten Tag bezahlst du Pizza für die andere.

00:17:05: Du hast jetzt gerade über das Thema Geld gesprochen und hast auch ganz am Anfang unseres Gespräches erwähnt, dass du als junger Kriegstdienstverweigerer nach Ost Timor gegangen bist – für ein NGO und auch nicht des Geldes wegen.

00:17:22: Da möchte ich gerne mal noch ein bisschen einhaken denn... Ich habe mich mal eingelesen, du warst.

00:17:28: Ich hoffe das jetzt stimmt!

00:17:29: Der erste italienische Kriegsdienstverweigerer, ich zitiere das jetzt, dem das Amt des Ministerpräsidenten die außerordentliche Genehmigung erteilte allein und ohne Escorte für einen Monat auf eine humanitäre Mission nach Ost Timor zu reisen.

00:17:48: Das war da los.

00:17:49: Warum Ost Timore im Kriegszustand als junger Mensch?

00:17:57: Ja, ich weiß nicht.

00:17:59: Warum Timo?

00:18:00: Weil Timo war eine ... in dieser Zeit und es waren zwei Tausend war ein... wie sagt man das?

00:18:10: ...Emergence.

00:18:11: Es hat etwas passiert.

00:18:12: Sehr sehr wichtig!

00:18:16: Und während meines Zivildienstes wurde ich gefragt vor dem COO von diesem COO ob ich wollte dieses Start-up zu machen alleine.

00:18:28: Obwohl ich jetzt in Zivildienst war, das bedeutet dass ich Fahrt von Stadt bezahl, zwei Hundert Lire war sehr wenig und ich sollte als Inzivildienst zurück zu meiner Familie leben weil ich konnte nicht meine Miete bezahlen mit diesem Geld.

00:18:54: Aber das hat mir sehr... Das war wie ein Kohl.

00:18:58: Ich will das machen, egal was die sind.

00:19:03: Obwohl jetzt die Worte gefährlich waren.

00:19:14: Manchmal war die Werte sehr gefährlich.

00:19:18: Aber ich habe gedacht, ich will das mache!

00:19:19: Es war wie richtige Kohl.

00:19:23: Dort war ich geschafft, den Start-up der Projekte herauszumachen.

00:19:29: Ich habe mit Kindern und Bildern Gespräche gemacht.

00:19:36: Ich hatte alles erzählt in die Dorf.

00:19:37: Es war super top und ich war gesund auch.

00:19:42: Das ist nichts passiert.

00:19:43: Obwohl dort sehr gefährlich war mit den Waffen und die Sickness.

00:19:52: Weil da war Malaria, da waren viele Sachen.

00:19:55: Aber das war eine sehr, sehr wichtige Erfahrung für mich.

00:20:00: Danach habe ich angefangen diese Speech, dieses Show zu machen vor die anderen Jungen, die einen Scheidung treffen wollen aber die wissen noch nicht was zu machen.

00:20:14: und deswegen habe Jungen, die in Zivildienste jetzt sind.

00:20:21: Aber jetzt Zivil-Dienst ist was anderes, weil es nicht... wie sagt man auf Deutsch?

00:20:28: Das ist freiwillig!

00:20:33: Ich weiß, dass in Deutschland etwas passiert über diese Schade mit der Dienste.

00:20:39: Also das heißt vielleicht zusammenfassend so ein bisschen gesagt, du hast aus deinen Erfahrungen aus Ost Timor aber auch natürlich was so bisher in deinem Leben los war.

00:20:49: Was wir jetzt schon so ein bißchen angestriffen haben sondern wenn ich es richtig verstanden habe einen eine Art Vortrag gemacht oder Vortrages Reihe.

00:21:00: Ein paar Sachen die ich mir hier aufgeschrieben habe diese Themen deines Vorträgs sind ist Zivilcourage, aber natürlich auch kleine Entscheidungen verändern alles.

00:21:15: Engagement für die Gemeinschaft sich mit der eigenen Geschichte Gehör verschaffen.

00:21:23: was ist so der Antrieb dahinter dass du jetzt gesagt hast Ja, ich mache da raus jetzt eine Vortragsreihe.

00:21:34: Vielleicht sogar ein Buch oder so was?

00:21:36: Was war die Motivation dahinter anderen Mut zu machen?

00:21:41: Ich verstehe deine Frage!

00:21:43: Die Motivations ist nie von mir das Geld.

00:21:46: Ist nicht das.

00:21:47: Es sind andere Leute, die junge zu inspirieren und diese Welt zu wechseln... Ich glaube, dass wir mit unseren Entscheidungen diese Welt wechseln können.

00:22:05: Es geht nicht um jetzt wie zum Beispiel in Deutschland gibt es diese Wer-Dienst-Debatte und wir können das machen!

00:22:16: Weil ich finde das Krieg was die schlimmste Sache auf der Welt ist und wir sollen eigentlich gegen den Krieg eigentlich was machen.

00:22:28: Wir können nicht so einfach warten, dass jemand anderes das macht.

00:22:33: Wir sollen mit unseren Entscheidungen etwas machen.

00:22:36: Deswegen jetzt habe ich dieses Pitch gemacht, wie deine Vorfrage gemacht.

00:22:41: Das ist so einfach passiert, weil ich habe mit einer Frau darüber geredet in unserer Bibliothek und gesagt, ah, mach das bei uns!

00:22:52: Weil es schon ein Thema zu sprechen... Und das war so viele Leute angekommen.

00:22:57: Deswegen habe ich gedacht, oh!

00:22:59: Ich liebe das zu inspirieren.

00:23:01: und da habe ich gesagt okay, ich gehe weiter.

00:23:04: Und ich werde auch ein Buch schreiben.

00:23:07: aber was mir triebt ist immer die Leute zu inspirierend um für Frieden zu schaffen, richtige Frieden zwischen uns zu schaffen.

00:23:20: weil jetzt was in Europa passiert, gefällt mir gar nicht.

00:23:27: Diese ganze, weißt du Luft.

00:23:30: Das ist... Gefällt mir nicht!

00:23:34: Wenn du jetzt auf deine vielen, vielen Stationen verschiedenen Berufe Wohnort reisen oder so ein bisschen zurückblickst in deinem Leben bisher gibt es auch Sachen.

00:23:47: das klingt jetzt natürlich als Außenstehende.

00:23:51: Pierre Luigi hat alles richtig gemacht, aber gibt es auch Sachen wo du vielleicht jetzt im Nachhinein sagst Mensch da hätte ich mich damals vielleicht auch anders besser entschieden.

00:24:03: Also gibt's auch so Ereignisse wo du sagst da bin ich vielleicht falsch abgebogen?

00:24:08: Ja viele!

00:24:10: Ich meine ich glaube fast nicht fast alles aber viele.

00:24:16: ich meine aber für mich jetzt sind das falsch angebogen ist Ich verstehe das, wie ich funktioniert.

00:24:24: Wie ich denke und wie gesagt aber jetzt bin ich nicht mehr so reaktiv Menschen, so Reaktionen.

00:24:40: Vorher war immer so Impuls, Reaktion auf die Sache, auf das Leben alles.

00:24:46: Jetzt versuche ich mal... zu akzeptieren und zu warten, um deine Schadung zu treffen.

00:24:56: Deswegen habe ich so viele Sachen... Zumindest meine Beziehungen, da war ein paar Beziehung, das wäre auch was.

00:25:06: das könnte ich auch vermeiden, weißt du?

00:25:10: Aber am Ende der Sache alles, was bei mir passiert ist, meine Schadungen.

00:25:16: Ich habe das ausgebildet!

00:25:18: So, mit meiner... Wie sagt man da?

00:25:28: Was ich wusste von mir.

00:25:30: Okay?

00:25:30: Diesen Punkt habe ich ausgewählt.

00:25:34: Deswegen jetzt war viele Sachen wie... Ich habe gedacht manchmal, dass es komischerweise zu sagen ist, weil ich sollte nicht in Banke angefangen.

00:25:49: Weil ich habe Geld gemacht, so viele Reise gemacht.

00:25:54: Aber am Ende brauchst du immer was von mir an Erfahrung.

00:26:02: Ich wollte keine Ahnung.

00:26:04: Es sollte mehr mit Gitarre spielen.

00:26:07: Weißt Du?

00:26:08: Weil ich wollte keine ahnung.

00:26:09: Ich wollt ein Konzert machen!

00:26:10: Ich wollte vielleicht mehr dran in diesen Arbeit in NGO zu sein Weil das hat mir sehr erfüllt.

00:26:21: Im Banken da erfüllt die Beziehung mit meinen Kollegen, aber Arbeiten... Nein ich fühle mich nicht so erfüllt auf diesen.

00:26:32: Aber trotzdem habe ich gemacht und ich werde auch wieder machen weil es gibt bei mir beide Seiten Und ich versuche immer zu der Erfüllung in irgendwer da anders zu finden.

00:26:48: Wenn nicht, äh, achtzig Prozent ist Job.

00:26:51: oder ich versuche mal immer das Job ist nur ein Job.

00:26:56: Arbeiten ist nur einen Job.

00:26:57: Ich meine aber kann sein, kann auch eine Mission sein.

00:27:02: Kann auch nicht erfüllen als Mensch und ich versuch immer so zuzumachen.

00:27:10: Nicht nur ein job zu machen was das Geld bringt, aber auch dass mein Leben erfüllt.

00:27:18: Und es ist nicht immer so einfach zu machen wie eine Tanze und ich tanze einfach so.

00:27:24: Deswegen gibt es vielleicht mal nicht so gut, weil sehr schwer ist zu bleiben in dieser Situation wo unbequem ist.

00:27:44: diese Balance, was ist bequem mit Geld.

00:27:48: Aber ist im Bequem unbequem wie deine Erfüll.

00:27:52: und dann wieder weiß du... Und ich versuche mal diese Balance zu suchen.

00:28:00: Jetzt bin in dieser Seite wo ich... Ich versuche meine... Alle was es ist, meine Skills, meine Menschen Skills zu benutzen überall!

00:28:15: Obwohl erst morgen fangen wir wieder an in Finanz.

00:28:19: Ich will diese Skills als Menschen benutzen, auch im

00:28:22: Finanz.".

00:28:23: Was würdest du... Du hast gerade gesagt ich fand das ein sehr schönes Bild.

00:28:27: Du bist so immer am Tanzen gegen Ende unseres Gesprächs gekommen.

00:28:33: Was würdest du ... Du hast dir erwähnt?

00:28:36: Du hast einen kleinen Sohn noch.

00:28:39: was würdest Du ihm wenn du ein zwei Sätze hättest als Ja, Lebensweisheit ist vielleicht ein bisschen viel.

00:28:47: Aber was würdest du ihm mitgeben?

00:28:50: Also ja gute Frage!

00:28:52: Das berührt mich immer mit meinem Sohn weil ich will nicht mein Sohn eine Richtung geben.

00:29:03: Ich würde gerne das ihm sich selbst findest und ich werde ihm einen Environment wo er sicher ist um sich selbst zu sagen.

00:29:14: Das ist mehr wichtig.

00:29:16: Das ist nie wichtig, weil ich habe jetzt verstanden... Ich bin dreifünfzig Jahre alt und jetzt mache mein Paff zurück um mich nicht selbst zu finden Und das ist eine lange Geschichte zu machen.

00:29:37: Wenn man schon von Kindheit sich selbst erlaubt zu sein Wie er ist, egal.

00:29:46: Du musst nicht in einer Weißstruktur zu sein.

00:29:51: Aber einfach was du bist, das wäre schon ein großer Geschäf für ihn und für mich auch.

00:29:59: Weil er würde ins Leben immer mit ihm bleiben und egal was er macht, egal!

00:30:08: Er wird immer sich selbst sein.

00:30:10: Nicht eine Kopie von Oh, eine Struktur zu haben.

00:30:14: Dass er keine Ahnung einen Job zu finden... Man findet immer ein Job.

00:30:21: Man findet es immer einen Weg zu leben.

00:30:24: Aber um sich selbst zu sein ist sehr schwer.

00:30:27: Es gibt noch nicht so wenige Menschen die sich selbst sind und ich versuche mal mich selbst zu sagen aber ich habe gesehen dass so viele Maske getragen haben in meinem Leben, um zu leben und zu sein.

00:30:48: In der Gemeinschaft zu sein!

00:30:52: Die Maske von der Selbstbewusstsein, die Maske meinen Beruf... Ich bin das, ich bin das Und jetzt mache alle meine Maske weg.

00:31:02: Das ist eine große Arbeit, weil es nicht so einfach zu machen, am dreiundfünfzig Jahre alt So, wenn du keine Maske schon am Anfang nicht trägt, dann wirst du dir eine sehr glückliche Mensch zu sein.

00:31:17: Das wäre dein Geschenk für dich!

00:31:20: Pierre Luigi – ich glaube besser kann man kein Schlusswort finden.

00:31:26: Vielen Dank!

00:31:27: dass du zu Gast warst in einer etwas anderen Folge der Freitagsspitzen und ich habe ja am Anfang gesagt, der Titel heute könnte lauten wie viele Leben passen eigentlich in ein Leben.

00:31:41: Ich hab gar nicht mitgezählt aber ich glaube komme auf sechs sieben und vielen vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast und an alle die uns da draußen zuhören.

00:31:53: In den Show Notes gibt es nochmal Alle Links zu Pierluici.

00:32:00: Ich bin sicher, man kann dich auch mal anrufen wenn wir eine gute Location in Italien haben.

00:32:06: Pierluicci vielen Dank!

00:32:07: Gerne, vielen Dank Stefan.

00:32:09: nochmal.

00:32:10: Danke schön!

00:33:33: Bis zum nächsten Mal.

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